Im Mai kam er zu uns. Rudi !
Gerettet vom Hof, vor der Wildnis, vor den bösen Menschen und den rücksichtslosen Autos.
Beobachtet haben wir ihn schon länger. Seine Mutter und seine Geschwister waren schon früh im März
zu sehen. „Ach wie niedlich“ klingt es immer noch in meinen Ohren. „Die müssen wir einfangen!"
Also wurde ein Plan gemacht wie wir den Rackern auf den Pelz, äh Fell, rücken können. Clever waren sie ja,
aber es war beschlossen, dass wir sie einfangen. Dicke Handschuhe angezogen, die mit den extra dicken Fingern.
Schließlich haben Katzen an jeder Pfote fünf eingebaute, äußerst scharfe, Messer.
Zuerst Rudi, den Ahnungslosen. Er wollte wie so oft zuvor durch das Rohr in der Wand verschwinden.
Dabei hatte er vergessen, dass die bösen Menschen dieses zuvor verstopft hatten.
Einmal im Rohr gefangen, den Fluchtweg nach vorne abgeschnitten, konnten wir ihn einfach aus dem Rohr pflücken.
Wie eine reife Tomate. Chancenlos ! Unter sehr lautem und heftigen Protest konnten wir ihn in sein neues Zuhause bringen.
Dort angekommen verschwand er erst einmal unter dem Schrank.
Unsere beiden anderen Stubentiger dachten auch: „Wat’n nu los? Da müssen wa mal gucken! Wat’n dit ?"